Hey Mann! Wann ist Mann ein Mann? Wo sind die Vorbilder, Mann?

Mann

Wann ist Mann ein Mann? Harte Schale, weicher Kern? Gefühlstaub oder lebendig? Gibt es Vorbilder für gelebte Emotionalität?

Das Bild des Mannes ist im Wandel.

Es mangelt an Vorbildern, wenn es um Gefühle zeigen geht. Sehr oft dominieren alte Rollenbilder. „Männer haben′s schwer, nehmen’s leicht. Außen hart und innen ganz weich. Werden als Kind schon auf Mann geeicht. Wann ist ein Mann ein Mann?“ Heißt es bei Grönemeyer. Nach wie vor sind viele Klischees noch stark in den Köpfen und Herzen verankert. Gerade unterdrückte Gefühle begünstigen das Erkranken an einer  Depression.


„Toxische Männlichkeit“

Die Eckpfeiler der männlichen Geschlechtsidentität sind feminine und maskuline Bedürfnisse. Sehr oft herrscht die unbewusste Überzeugung, dass nur Taten zählen, nicht Worte.

Männer sind besonders anfällig für Alkohol, Drogen, antisoziale Verhaltensweisen. Manche haben einen quälenden emotionalen Hunger, einige erkennen, dass sie mit dem, was sie erreichen, nie zufrieden sind, manche fühlen sich entfremdet von Kind und Frau, manchen mangelt es an ihrer Erfüllung.

Wann ist ein Mann ein Mann?

Doch hinter der Betonfassade verbirgt sich eine Welt faszinierender, widerstreitender Emotionen. Oft öffnen sich sieben Seelenräume. Scham, Gefühlstaubheit, Unsicherheit, Selbstbezogenheit, Aggressivität, Selbstzerstörung und Sex.

Sieben schützende Seelenräume

Scham.

Burschen weinen nicht. „Männer haben Muskeln, Männer sind furchtbar stark. Männer können alles, Männer kriegen ’nen Herzinfarkt. Oh, Männer sind einsame Streiter. Müssen durch jede Wand, müssen immer weiter.“ Heißt es im Lied von Herbert Grönemeyer.  Darum lassen sich Männer ungern auf einen emotionalen Dialog ein. Häufig projizieren sie ihre eigenen Schamgefühle auf ihre Partnerin, indem sie Äußeres kritisieren. Das eigene Minderwertigkeitsgefühl erstrahlt im Abglanz der Partnerin, in ihrer Schönheit. Doch es ist die eigene Unvollkommenheit, für die sich der Mann schämt. Der Kreis der Projektion schließt sich. Sie fühlt am Ende das, was er anfänglich einmal gefühlt hat. Was hilft? Zu sagen, wie es einem auf der emotionalen Ebene geht. Über Gefühle und Empfindungen reden! Sagen Sie, wie es Ihnen geht, formulieren Sie Ihre Gefühle. 

Gefühlstaubheit

„Ich kann nicht sagen, was ich fühle.“ Der Drang, alles über den Kopf zu lösen und sich von Gefühlen zu distanzieren, gefährdet jede Beziehung. Wie lässt sich dem Problem der emotionalen Abwesenheit begegnen? Es braucht Zeit. Gefühle dort suchen, wo sie sind (nicht dort, wo sie fehlen), auch unangenehme Gefühle.

Unsicherheit

„Mir reicht es, immer nur stark zu sein.“ Ein Mann will umworben werden, statt selbst zu werben. Männer überkompensieren gern: Sie nehmen eine noch männlichere Haltung ein. Impotenz hat immer mit Leistungsangst zu tun.

Selbstbezogenheit.

„Sieh mich, hör mich, fühl mich, lieb mich!“ Nur Mann sein, reicht Männern oft nicht. Sie wollen es auch ständig vor sich selbst und der Welt demonstrieren. Der weibliche Narzissmus äußert sich gern im gesellschaftlichen Licht, in Schönheit und Ästhetik, beim männlichen geht es oft um Besessenheit von Stärke, Macht und Leistung.

Geld mehren, körperliche Grenzen ausloten, mit jugendlichem Überschwang in sexuelle Abenteuer eintauchen (oft aus Angst vor Alter und Verfall) weisen darauf hin. Grenzen leugnen und die Illusion der Unsterblichkeit aufrechterhalten scheint sehr männlich.

Aggressivität.

„Ich bin der Macher! Ich zeige euch, wo es lang geht.“ Das ist das Resultat männlicher Unsicherheit. Aggression hilft, das Gegenüber einzuschüchtern, den physischen und psychischen Raum zu verletzen. Was tun mit dieser männlichen Angst, mit diesem Bedürfnis? Grenzen ziehen. Sind Männer unfähig, Aggression anderen gegenüber zu zeigen, wenden sie diese Aggression gegen sich selbst.

Selbstzerstörung.

„Ich bin ein Versager!“ Selbstzerstörung ist ein Methode, dem anderen eins auszuwischen.

Sex.

„Ich will Sex!“ Jetzt, sofort. Auf dieser Bühne entfalten Männer von Natur aus ihre emotionalen Konflikte. Für die meisten Männer dreht sich tatsächlich alles um Sex. Warum? Weil es bei Sex oft um Scham, emotionale Abwesenheit, Selbstbezogenheit, männliche Unsicherheit, Aggression und Selbstzerstörung geht.

Übrigens, das Risiko, an Burnout zu erkranken steigt mit der Abwehr an Gefühlen.

Wie sich Männer aus ihrer Sprachlosigkeit befreien, erfahren Sie in einem persönlichen Gespräch, mehr unter 0699 10052818 oder per Mail wolfgangrodlauer@wolfgangrodlauer.at Das Gegenrezept gegen festgefahrene Denk- und Lebensmuster: eine Psychotherapie. Eine Psychotherapie in Linz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert